machen Theater in Kulmbach…

Eine Geschichte

WOHER DER NAME?

Na woher wohl? Was machen Tütenkleber? Sie kleben Tüten. Was machen Buschklopfer? Sie hauen auf den Busch. In den Anfängen spielten die Buschklopfer vornehmlich provokatives Theater. Daher der Name. Er entstand bei einem Brainstorming beim Spitzeichner-Turm.

DIE STORY

„Die Buschklopfer“ wurden im Sommer 1985 von den Kulmbachern Cosima Asen und Stefan Maselals freie Amateur-Theater-Gruppe gegründet.
Seit 1997 sind die Buschklopfer ein eingetragener Verein.

In den ersten Jahren stand politisch gefärbtes Theater im Vordergrund: Zahlreiche Straßentheateraktionen (Anti-Atom, Waldsterben, Standseilbahn), drei Stücke des Nobelpreisträgers Dario Fo („Bezahlt wird nicht“, „Offene Zweierbeziehung“, „Die Vergewaltigung“) und die Persiflage „Der Sängerkrieg auf der Plassenburg“ gaben davon Zeugnis.

Daneben entwickelte sich aber auch die Lust am Komischen: unter anderem wurden Sketche von Loriot, Valentin, Selbstgeschriebenes und Baselitz‘ berühmt-berüchtigte „Die Katze ist an allem Schuld“ auf privaten und auf öffentlichen Festen (z.B. Röhrenplatzkerwa (1987, 1988, 1991), Bürgerfest Hof (1987), Bürgerfest Bürgerfest Münchberg (1989)) aufgeführt. 1987 wird die „Offene Zweierbeziehung“ von der Stadt Kronach in das Kulturzentrum eingeladen. Im gleichen Jahr erhielten wir eine Einladung zu einer szenischen Morgenstern-Lesung zum Kleinkunstfest nach Mitwitz.

1988 verbinden sich Komik und Politik in der von Wolfram Gittel produzierten „Lokalbahn“ von Ludwig Thoma. 1989 beginnt die bis heute anhaltende, erfolgreiche Serie von Boulevardkomödien mit „Flitterwochen“, „Lauf doch nicht immer weg“ 1990, „Ein Schlüssel für zwei“ 1993, „Und das am Hochzeitsmorgen“ 1996, „Außer Kontrolle“ 1999, „Taxi Taxi“ 2000, „Jetzt nicht Liebling“ 2001, „Und alles auf Krankenschein“ 2002.
Diese Serie wird mehrfach durch Krimikomödien unterbrochen: „Wer hat den Weihnachtsmann gekillt?“ 2001 (Ratespiel und Kriminalgerichte zum Essen inklusive), „Murder by Sex“ 2002 und „Arsen und Spitzenhäubchen“ 2004 – der Sylvestervorstellung schlossen sich ein festliches Buffet, Tanz und Feuerwerk an.

1992 fanden die Buschklopfer über die Veranstaltung „Kinderfreundliches Kulmbach“ zu den Kindern: seither beteiligten wir uns häufig an den Projekttagen Kulmbacher Schulen, halfen bei den Theateraufführungen der beiden Gymnasien, wirkten von 1997 bis 2000 am Projekt KIKU des Ökumenischen Kindergartens mit und nahmen 1997 am Kinderfest auf der Plassenburg teil.

Hänsel und GretelNeben den Komödien wurden nun die Märchen unser zweites Standbein, besonders weil uns das Einbeziehen der kindlichen (und erwachsenen) Zuschauer soviel Spaß machte und uns auch immer besser gelang: „Die Reise durch das Schweigen“ 1992, „Hänsel und Gretel“ 1996 (Gastspiele in der Eremitage Bayreuth), „Der Frosch und die Hexe“ 1997, „Kräutertee und Prinzenrolle“ 1999 (geschrieben von Cosima Asen), „Mondragur“ 2000, „Hannibal Sternschnuppe“ 1995 und 2001 und „Die Schneekönigin“ (geschrieben von Uwe Hoppe) 2003. „Das Dings“ spielten wir 2003 und 2004 mehrfach auf Festen, auf dem Kulmbacher Weihnachtsmarkt und vor behinderten Kindern.
In den ersten Jahren zogen wir mit unseren Märchen durch die Schulen in Stadt und Landkreis. Wegen der großen Nachfrage finden die Vorstellungen jetzt überwiegend in der Stadthalle statt, zum Beispiel 2004 „Das Rotkäppchen“ (geschrieben von Uwe Hoppe).

Aber auch die Plassenburg wurde immer wieder von uns bespielt: „Romeo und Julia“ – Szenen 1987, „Wie Kulmbach zu seiner Weißen Frau kam“ 1991 (geschrieben von Cosima Asen). Außerdem waren wir zur Landesausstellung 1999 und zu zwei Kulmbachsendungen des Bayerischen Fernsehens 2002 und 2003 zum Spielen geladen.
Viele Male geisterte eine unserer weißen Frauen mit dem Kastellan Herrn Stark für den Ferienpass der Kulmbacher Kinder durch die Gemäuer der Burg.
Unvergesslich für uns und die 600 Zuschauer im Schönen Hof: „ein kulmbachisch Jedermann“ (Hofmannsthal) 1997, Gastspiel in der Eremitage Bayreuth.
2004 und 2005 wanderten Hunderte von Shakespeare-Freunden mit uns im „Sommernachtstraum“ um und in die Plassenburg (und durch Sanspareil), Gastspiele in Marktredwitz und Thurnau kamen dazu.
Shakespeare hatte uns schon 2002 und 2003 gefesselt: „Viel Lärm um Nichts“ auf der Rathaustreppe Kulmbach und in der Bayreuther Eremitage.
Die Handwerkerszenen aus dem Sommernachtstraum waren schon 1996 auf der Naturbühne Trebgast und dann wieder 2003 auf dem Altstadtfest (diesmal von den „Jungen Buschklopfern“ aufgeführt) ein komischer Publikumsrenner.

Unsere 2002 ins Leben gerufene Jugendorganisation „Die jungen Buschklopfer“ hat 2003 Waldmanns anspruchsvolle Tragikomödie „Atlantis“ mit großem Erfolg aufgeführt.

Wenn durch Komödie und Märchen genug Geld in der Vereinskasse war, wagten wir uns auch immer wieder an die dunkle Seite des Theaters, die weniger Publikum zieht: Kohouts „Krieg im Dritten Stock“ und Cosima Asens „Tschernobyl-Stück“ 1996, „Die Geburt des Spielmanns“ von Dario Fo (mit Hubert Burczek) 1997, die Tragödie „Indien“ 1998, Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ als Hörspiel auf der Kulmbacher Kulturwoche 2000. Die Kulmbacher Kulturwoche bespielen wir seit 1996 regelmäßig: zuerst mit Szenen aus Canettis „Hochzeit“, mit „Eine Eule ganz aus Gold“ 1997, mit Kotzebues „Die schlaue Witwe“ und Bartrams „Die Therapeutin“ 1999, mit der Eigenproduktion „Kulmbacher Collage“ (geschrieben von Cosima Asen) 2000, mit einem Loriot-Abend 2001, mit Tschechows „Heiratsantrag“ 2002, mit Dario Fo und Carl Valentin und vielen anderen…

Von Tschechow spielten wir außerdem 2004 „Der Bär“ für die AWO. Für das Kulmbacher Handelsforum dichtete Rüdiger Baumann 2003 an einem seligen Rotweinabend eine Satire über Kulmbachs Einkaufszonen. Und zum Kulmbacher Bier spielten wir fürs Fernsehen auf dem Marktplatz Uwe Hoppes „Wie Friedrich der Große einmal nach Kulmbach kam“.

Kulmbach, Komödie, Kinder – drei von vielen Anliegen der Buschklopfer.

 

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